ha Historischer Verein Schwerin e.V.

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Historischer Verein Schwerin e.V.


"Schwerin - Wie es wurde, was es ist"

Ausstellung in den Schweriner Höfen
"Schwerin - Wie es wurde, was es ist"

Ab Oktober wieder die gewohnten Öffungszeiten:
Montag bis Sonnabend 10 bis 17 Uhr, Sonntag geschlossen.

Dennoch gilt:
In der Ausstellung Maske tragen und Abstand halten!

Ausstellung Schwerin - Wie es wurde was es ist

Mit dem Lockdown musste Anfang März auch die Ausstellung "Schwerin –wie es wurde, was es ist" in den Schweriner Höfen schließen. Ab Oktober kann sie wieder wie gewohnt von

Montag bis Sonnabend zwischen 10 und 17 Uhr

zu besucht werden.

Dank der freundlichen Unterstützung durch die Schweriner Höfe und die Firma SAR Große, Schwerin, ist es uns gelungen, die Wiederöffnung zu organisieren und Freiwillige zu finden, die in der Ausstellung Aufsicht führen, denn dies war Voraussetzung für die Wiederöffnung.
Die einzige Ausstellung zur Geschichte der Stadt in Schwerin bietet anhand von Modellen, Fotos und Informationen einen Überblick über die Entwicklung der früheren Residenz- und heutigen Landeshauptstadt von den Anfängen bis in die Gegenwart. Außerdem ist auch die kleine Sonderschau zur Geschichte des ersten Schweriner Industriegebiets am ehemaligen Hafen am Ziegelsee wieder zu sehen.
Schweriner*Innen und Gäste sind unter Beachtung der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus willkommen. Aber bitte: Abstand halten und Mund-Nasenschutz tragen.
Der Eintritt ist auch weiterhin frei.



Neue Sonderausstellung
in den Schweriner Höfen
"Der Schweriner Hafen"

Lastkähne im Hafen am Schweriner Ziegelsee
Lastkähne im Schweriner Hafen, 1950er-Jahre
© Stadtgeschichtliche Sammlung Schwerin

„Der Schweriner Hafen. Eine Ausstellung zur Industriegeschichte der Stadt Schwerin“ heißt eine kleine Präsentation des Historischen Vereins Schwerin e. V. in der stadtgeschichtlichen Ausstellung im Brunnenhof der Schweriner Höfe, die vom 1. Februar bis zum 26. April 2020 zu sehen sein wird.

Auf mehreren Text-Bildtafeln wird über die Entwicklung des ersten geplanten Schweriner Industriegebiets und des Hafens am Ziegelsee informiert. Seit einigen Jahren entsteht dort, wo noch bis weit in die 1990er-Jahre hinein produziert und gehandelt wurde, ein modernes Wohngebiet, die Kaianlagen sind zu einer Promenade ausgebaut und lediglich ein Kran und der zum Hotel umgebaute Speicher erinnern noch deutlich an die Geschichte als Industrie- und Hafengebiet.


Ladearbeiten mit dem alten Portalkran, um 1960?

Stadtgeschichtliche Sammlung Schwerin

Schwerin, eine Industriestadt? – wird sich mancher fragen. Aber ja doch, nicht vergleichbar mit den großen Industriestädten des 19. Jahrhunderts etwa im Ruhrgebiet oder Hamburg als Hafenstadt. Aber auch hier produzierten Maschinenbaubetriebe, Eisengießereien, eine Dachpappenfabrik oder eine vielfältige Holzindustrie vom Sägewerk über Möbelbau bis zu Musikinstrumenten. Die Betriebe waren auf die Zulieferung von Rohstoffen und Absatzmöglichkeiten für ihre Waren angewiesen, entweder mit der Eisenbahn oder über Wasser. Und der Wasserweg war günstig, denn Schwerin stand über die Schifffahrtswege von Stör, Elde, Elbe und Havel sowohl mit Hamburg als auch mit Berlin in Verbindung. Liege- und Umschlagplätze gab es auch früher schon, aber alle früheren Plätze zum Güterumschlag, sei es im Burgsee oder über den Ziegelsee am Spieltordamm, waren unzureichend, störend und nicht ausbaufähig.

Folglich entschloss sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Stadtverwaltung, das Ostufer des Ziegelsees mit einer Kaianlage und Liegeplätzen für Binnenschiffe sowie einem Eisenbahnanschluss zu versehen und an Land Flächen für Betriebe auszuweisen. Zwar machte der Erste Weltkrieg den Plänen zunächst einen Strich durch die Rechnung, doch schon wenige Jahre danach ging es los und der Bereich entwickelte sich zum ersten florierenden Industriegebiet Schwerins.


Säge- und Hobelwerk W. Gehrcke & Sohn, die geflößten Stämme werden
mit einem Kabelkran aus dem Hafenbecken an Land geholt, 1937/38

Stadtgeschichtliche Sammlung Schwerin

Einzelne hier ansässige Betriebe werden in ihrem Werdegang vorgestellt, beispielsweise die Hafenbahn, das Säge- und Hobelwerk W. Gehrcke & Sohn, aus dem später die Ostseeholzwerke bzw. der VEB Holzbau Schwerin hervorging. Auch das Schweriner Molkerei- und Dauermilchwerk nördlich der Möwenburgstraße und die Brauerei Schall & Schwencke haben ihren Platz in der Ausstellung.

Aber es sind noch lange nicht alle Betriebsgeschichten aufgearbeitet. Wir haben 2015 aus Anlass der Beteiligung der Landeshauptstadt Schwerin an den von der Metropolregion Hamburg veranstalteten "Tagen der Industriekultur am Wasser" erstmals teilgenommen.Eigentlich wollten wir nur den Kran am Hafen als Denkmal der Industriekultur vorstellen, sind dann aber rasch darauf gestoßen, dass hier eine Menge Industriegeschichte Schwerines verborgen ist. Also gestalteten wir eine einfache, zunächst nur aus vier Tafeln bestehende Ausstellung, um den Gästen unseres Stands weitergehende Informationn anzubieten. In Gesprächen mit ihnen erfuhren wir immer mehr über die Betriebe, in denen zahlreiche Besucher*Innen noch gearbeitet hatten. Also machten wir uns auf die Suche nach der Geschichte der Betriebe.
Und siehe da, zwei Jahre später bei den nächsten "Tagen der Industriekultur am Wasser" waren weitere Tafeln dazu gekommen. Für die aktuelle Ausstellung gibt es erneut neue Firmengeschichten, und wir hoffen, dass es so weitergeht.

Viele, vor allem kleinere Firmen fehlen aber noch, so dass die Ausstellung auch in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.

Damit das der Fall sein kann, hoffen wir auf Ihre Unterstützung bei der Erforschung der Geschichte anderer Betriebe.

Hier nur einige Beispiele:

  • Friedo Geertz AG – Bauausführungen Hoch- und Tiefbau, Architektur-Ingenieurbüro, zwischen Werderkanal und Möwenburgstraße an der Ecke Güstrower Straße;

  • Ofenfabrik Otto Brockmann, 1924 bis 1946/49?, Möwenburgstraße, dort stand ab 1946 der Sendemast des Senders Schwerin;

  • Fa. Haltermann & Thyssen, Großtanklager als Verteilungsstelle für ganz Mecklenburg „Deutscher Benzol Vertrieb der vereinigten Stahlwerke GmbH Hamburg“, an der Möwenburgstraße zwischen Speicherstraße und Hafenstraße, nach 1945 vermutlich Minol;

  • PGH/VEB Keramik Schwerin, als Werk des VEB Kombinat Haushaltgeräte Karl-Marx-Stadt,
  • Getriebewerk Schwerin ab 1961 an der Möwenburgstraße, ab 1.1.1963 VEB Fahrzeuggetriebewerk „Joliot Curie“ Leipzig Werk IV Schwerin.

  • Wer noch etwas darüber weiß, dort gearbeitet hat, noch Fotos oder Brigadebücher zu Hause hat sowie Prospekt- oder Werbematerial besitzt, kann dem Historischen Verein bei der weiteren Arbeit an den Firmengeschichten behilflich sein. Wir würden uns über Unterstützung bei der Erforschung der Betriebsgeschichte auch anderer Betriebe sehr freuen.

    Kontakt: info@hv-schwerin.de

    © Text: Norbert Credé, Historischer Verein Schwerin e.V., Fotos: Stadtgeschichtliche Sammlung Schwerin


    Fotoausstellung zum Herbst 1989

    "Wir gehen los!" Friedliche Revolution in Schwerin
    vor 30 Jahren.

    Wir gehen los!
    © Foto: Jens Rosbach

    1. Oktober 2019 bis 19. November 2019

    im Dom Schwerin und in der Stadtgeschichtsaustellung in den Schweriner Höfen

    Der Historische Verein Schwerin e.V. und die Domgemeinde erinnern mit einer Fotoausstellung an die Ereignisse in Schwerin vor 30 Jahren. Am 23. Oktober 1989 gingen die Menschen in Schwerin auf die Straße, um ihrem Unmut mit den Zuständen in der DDR Luft zu machen und Reformen zu fordern. Das Neue Forum Schwerin hatte zur ersten Großdemonstration in der Stadt aufgerufen. Zehntausende kamen auf den Alten Garten und zogen anschließend friedlich durch die Stadt zum Arsenal.
    Der Schweriner Jens Rosbach war im Herbst 1989 ein frisch gebackener Abiturient. Als Amateurfotograf wollte er die Ereignisse in seiner Heimatstadt festhalten.

    Alter Garten, 30.10.1989
    © Foto: Jens Rosbach

    So dokumentierte er auf Dutzenden Schwarzweißfilmen die Friedliche Revolution in Schwerin. Die Ausstellung zeigt seine Fotografien, die von den ersten Versammlungen des Neuen Forums bis zu den Montagsdemonstrationen an die wichtigen Etappen des Umbruchs in Schwerin erinnern. Im Schweriner Dom werden 12 große Drucke der Fotografien zu sehen sein, während in der Ausstellung des Historischen Vereins „Schwerin – Wie es wurde, was es ist“ in den Schweriner Höfen ca. 30 kleinere Formate präsentiert werden. In dieser Ausstellung ergänzen Exponate aus dem Herbst 1989 aus der Stadtgeschichtlichen Sammlung Schwerin die Fotografien.

    portrait jens rosbach

    Die Fotos von Jens Rosbach stellen die größte Bildsammlung vom Umbruch 1989 in der ehemaligen Bezirkshauptstadt dar. Einige seiner Aufnahmen wurden bereits in Ausstellungen, im Fernsehen und in Büchern präsentiert. Jens Rosbach lebt und arbeitet heute als Journalist und Fotograf in Berlin.

    Kontakt: Jens Rosbach

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    Die Veranstalter

    Logo HVS
    Historischer Verein Schwerin e.V.

    Logo Dom Schwerin
    Ev.-Luth. Domgemeinde Schwerin

    danken für die freundliche Ünterstützung:

    Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

    Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin Landeshauptstadt Schwerin

    sowie den Kooperationspartnern

    Landesbeauftragte MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro MV

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    So schnell kann es gehen! Kaum ist die der Aufruf (s.u.) an verschiedene Vereine verschickt, haben sich viele, viele Freiwillige gemeldet. Binnen weniger Tage war es über 40!

    In seinem neuen Schreiben laden die Organisatoren, Jakob Schwichtenberg und das Külturbüro der Landeshauptstadt Schwerin, zu einem Vorbereitungstreffen in das Rathaus ein

    Bitte Termin notieren und zahlreich erscheinen!

    Die Einladung finden Sie hier!
    (Stand 06.07.2019)

    Der neue Leiter der Stadtgeschichtlichen Sammlung, Jakob Schwichtenberg, hat eine hervorragende Idee: Er möchte mit Beständen der Sammlung ein "Sommermuseum" im aktuell leerstehenden Säulengebäude am Markt ausrichten.

    Säulengebäude 1994

    1994, als das Säulengebäude noch Ausstellungshaus
    des Stadtgeschichtsmuseums war.

    © N. Credé, 1994

    Der Historische Verein möchte dieses Projekt nach Kräften unterstützen. Wir möchten deshalb unsere Mitglieder, Freunde des Vereins und alle. die wieder ein Stadtgeschichtsmuseum in Schwerin wünschen, sich zu engagieren und im Rahmen des Projekts freiwillig und ehrenamtlich Aufgaben zu übernehmen. Auch aus anderen Vereinen, denen die Geschichte Schwerins am Herzen liegt, gibt es eine positive Resonanz. Lassen Sie uns zeigen, dass die Bürger Schwerins bereit sind, sich für in neues Stadtgeschichtsmuseum aktiv einzusetzen.

    Alles Nähere im folgenden Text:

    Liebe Mitglieder des Historischen Verein Schwerin!
    Der Sommer läuft auf Hochtouren und natürlich haben Sie Urlaube gebucht, Ausflüge geplant und wollen Ihre knappe Freizeit bestmöglich nutzen. Das ist mir vollends bewusst – und dennoch habe ich eine große Bitte an Sie: Wie Sie aus der Presse erfahren haben, wurde das Café im Neuen Gebäude/Säulengebäude eingestellt. Nun ist eines der schönsten Gebäude am Markt verwaist und ohne Nutzung. Bis ein neuer Mieter oder eine andere Nutzung gefunden ist, wird noch etwas Zeit vergehen.
    Nichtsdestotrotz haben wir, die Museen der Landeshauptstadt Schwerin, die Idee das Neue Gebäude/Säulengebäude diesen Sommer zu beleben und dadurch die verborgene Stadtgeschichtliche Sammlung - wenigstens einen kleinen Teil – sichtbar zu machen.
    Der Reichtum unser Stadtgeschichtlichen Sammlung muss an das Licht gebracht werden, damit er auch von den Bewohnern und Gästen des Landeshauptstadt Schwerin erkannt und gewürdigt werden kann. Thematisch ist geplant, dass sich die Sommerausstellung dem 19. Jahrhundert widmet, also der Epoche, die bis heute das Stadtbild bestimmt. Bereits Wilhelm Jesse wies hierauf vor knapp einhundert Jahren hin: „ Schwerin, die Stadt des 19. Jahrhunderts! Das lehrt auch den Fremden auf den ersten Blick das äußere Bild.“
    Da die Idee zu dieser Ausstellung erst durch den unvorhersehbaren Leerstand des Gebäudes geboren wurde, haben wir keine Haushaltsmittel dafür einplanen können. Die Realisierung könnte also nur durch bürgerschaftliches Engagement funktionieren.

    Ich weiß, dass dieses Anliegen kurzfristig und Ihr Terminkalender bereits gut gefüllt ist, aber dennoch wage ich die Frage: Können Sie uns im Zeitraum vom 18. August bis 29. September 2019 unterstützen? Wenn sich genügend Helfer und Sponsoren finden, könnte die Ausstellung täglich – außer am Montag – zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet sein. Dies können wir mit unserem Personal allerdings nicht abdecken und sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Nur auf diese Weise könnte die Ausstellung realisiert werden!

    Wollen Sie uns dabei behilflich sein? Dann melden Sie sich bitte bis zum 07. Juli 2019 bei
    Jakob Schwichtenberg
    jschwichtenberg@schwerin.de
    Tel. 0385-2084128 oder Handy: 0174-9445418
    Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

    (Stand 04.07.2019)


    ...die Ausstellung im Brunnenhof der Schweriner Höfe. Eigentlich sollte am 31. Oktober 2016 Schluss sein, aber gut 35.000 Schwerinerinnen, Schweriner und Gäste der Stadt haben abgestimmt, sie möchten diese oder eine verbesserte und erweiterte Ausstellung haben!

    Ausstellung 1  Foto Ausstellung

    Ausstellung 2  Foto Ausstellung
    © Fotos: N. Credé


    graffiti
    © Historischer Verein Schwerin e.V.

    Dieses Graffito hat ein kluger Mensch in einer Schweriner Unterführung hinterlassen. Es wurde 2015 von einem unserer Vereinsmitglieder gefunden und fotografiert. Ein seltenes Dokument des Wunsches nach einem Stadtmuseum, das Schwerin seit mehr als 10 Jahren nicht mehr hat. Wird sich hier bald etwas ändern?

    Der Historische Verein Schwerin e.V. wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Management des Einkaufszentrums »Schweriner Höfe« und den Stadtgeschichtlichen Sammlungen (das ist die seit 2006 eingelagerte Sammlung des ehemaligen Stadtgeschichtsmuseums), eine Ausstellung zur Stadtgeschichte gestalten: »Schwerin - wie es wurde, was es ist« wird die Ausstellung heißen.

    Die vielen Eintragungen im Gästebuch machen dies deutlich und gehen sogar noch weiter: Ein Museum zur Schweriner Geschichte steht bei vielen ganz oben auf dem Wunschzettel. Sie möchten mehr erfahren, die in der stadtgeschichtlichen Sammlung verborgenen Schätze sehen und ihren Freunden und Gästen zeigen.

    Darum bleibt die Ausstellung erst einmal geöffnet. Unser Dank geht an die Schweriner Höfe, die Eigentümer, die Manager und die Geschäftsleute, die alle die Ausstellung großartig unterstützt haben und ohne deren Hilfe dieser Erfolg der Ausstellung nicht möglich gewesen wäre. Mittlerweile scheint auch die Stadtpolitik eingesehen zu haben, dass die Ausstellung wichtig für Schwerin ist und möchte sie gern weiterführen. Ein entsprechender Antrag ist vom Vertreter der ASK (Aktion Stadt- und Kulturschutz) in die Stadtvertretung eingebracht worden und wird beraten. Ein Angebot der Schweriner Höfe für die Fortsetzung der Ausstellung, zunächst bis zur Wiedereinrichtung eines Stadtgeschichtsmuseums, liegt auch vor. Es scheint nur ein Hindernis zu geben: das Geld.

    Dennoch: Bis zu einer Entscheidung, die im November erwartet wird, kann die Ausstellung erst einmal bleiben !!

    Soll das Stadtmuseum am Geld scheitern? Sind Kultur und Geschichte so unbedeutend, dass man dafür nichts ausgeben will?

    Wenn Bürger, Verwaltung und Politik es tatsächlich Ernst meinen und die Einrichtung eines Stadtgeschichtsmuseums wünschen, dann müssen sie auch alles dafür tun, dass der Wunsch Wirklichkeit werden kann!

    Wenn aber die gegenwärtige Ausstellung zur Stadtgeschichte, weil ihre Verlängerung nicht finanzierbar sein soll, wieder in den Tiefen der Museumsdepots verschwindet, rückt auch ein neues Museum in weite Ferne.
    Aus den Augen aus dem Sinn!
    Wer erinnert sich in einem Jahr noch daran, dass es eine Sammlung gibt, wenn nichts zu sehen ist? Und selbst wenn die Entscheidungen aufgeschoben werden, es wird nicht billiger, je länger man wartet, das müsste eigentlich jedem klar sein.

    Schwerin möchte Weltkulturerbe werden, ein Stadtmuseum haben, eine neue BUGA veranstalten, das Freilichtmuseum endlich zu einem attraktiven Museum und Anziehungspunkt entwickeln usw., aber kosten darf es nichts. Wie das gehen soll, weiß keiner.

    Ein Stadtmuseum spiegelt die Stadt wieder, seine Ausstellung ist authentische Geschichte, stadttypisch, vermittelt historisches Wissen und stellt einen bedeutenden Faktor für das Image der Stadt dar.
    Wem seine materielle historische Überlieferung nichts wert ist und wer seine Geschichte nicht kennt, kann auch die Zukunft nicht gestalten; es sei denn, man sieht die Beliebigkeit, die Austauschbarkeit und Gesichtslosigkeit einer Stadt als Perspektive.
    Ein Museum zur Geschichte trägt dazu bei, alteingesessenen und zuziehenden Bürgern sowie den Touristen, die gegenwärtige Stadt anhand ihrer historischen Entwicklung nahezubringen und ihnen Heimat zu vermitteln.


    Anfang September, seit vier Monaten ist die Ausstellung "Schwerin - Wie es wurde, was es ist" im Brunnenhof der Schweriner Höfe zu sehen, und schon sind 25.000 Besuche gezählt worden.

    Modell Schwerin nach 1990 Das neue Modell in der Ausstellung. Es zeigt den Ausbau Schwerins zwischen 1990 und 2000.
    © Foto N. Credé, HVS

    Schweriner und Gäste der Stadt haben sich die Ausstellung mehr oder weniger intensiv angeschaut, manche sogar mehrmals. Die Kommentare im Besucherbuch zeigen uns, dass wir mit der Ausstellung richtig liegen und dass es Zeit wird, dass Schwerin wieder ein Museum zu Stadtgeschicht erhält.

    Marktmodell Modell "Der Schweriner Markt vor 1780" (Ausschnitt)
    © Foto N. Credé, HVS

    Hier einige Auszüge aus dem Besucherbuch der Ausstellung:

    04.05.2016
    Klasse! Auch als alter Schweriner viel neues Wissen empfangen. Danke!
    U. P.

    10.05.2016
    Ich finde die Ausstellung sehr gut. Man erfährt viel über Schwerin von der Entstehung bis heute. Ich komme zwar aus Sachsen-Anh., bin aber schon viele Jahre in der schönen Stadt Schwerin. Hoffe, das es nicht die letzte Ausstellung war.
    A. T.

    17.5.2016
    UNA INTERESANTE EXPOSICIÓN CON LA HISTORIA DE UNA CIUDAD FASCINANTE Y HERMOSA. ENHORABUENA PRO LA INITIATIVA Y EL BUEN GUSTO.
    GERALDO H, TENERIFA, SPANIEN
    (Eine interessante Ausstellung zur Geschichte einer faszinierenden und schönen Stadt. Glückwunsch der Initiative und zum guten Gelingen.)

    [Wer besser spanisch kann, darf mir gern eine richtige Übersetzung senden, Kontakt unten]

    06.06.2016
    Wir finden es schade (sehr), dass es kein ständiges Stadtgeschichtliches Museum in Schwerin nicht mehr gibt. Hatten viel Freude an der Ausstellung.
    A.T., S.T.

    o. Dat. [Juli]
    Weiter so! Macht eine Dauerausstellung daraus
    Augsburg, Th.

    Besucherbuch Viele Besucherinnen und Besucher kommentieren die Ausstellung im Besucherbuch positiv und vermissen ein Stadtgeschichtsmuseum in Schwerin.
    © Foto N. Credé, HVS

    Dank an alle, die uns ihre Meinung geschrieben haben. Dank jenen, die uns mit kritischen Anmerkungen gezeigt haben, was es noch zu verbessern gibt. So weit möglich, haben wir die Anregungen gleich umgesetzt.

    Seit einigen Tagen ist jetzt auch ein neues Modell in der Ausstellung aufgestellt, noch provisorisch und ohne Erläuterungen, aber wenigstens schon mit Kärtchen für die Stadtteil- und Ortsnamen zur Orientierung. An einer Erläuterungstafel wird gearbeitet, ebenso an einer vernünftigen Aufstellung, die eine guten Blick auf das Modell ermöglicht. Wir bitten noch um Geduld.

    Leider sind inzwischen die Schubladen von den beiden Modellvitrinen mit dem großen Marktdiorama und dem Dom defekt und lassen sich nicht mehr öffnen. Aber daran ist ohne eine Fachfirma nichts zu machen.
    Wir hoffen, dass die Ausstellung auch ohne die Informationen in den Auszügen weiter gut bei den Besucherinnen und Besuchern ankommt und bitten um Verständnis, dass wir momentan nicht in der Lage sind, die Auszüge zu reparieren.

    Und eine gute Nachricht zum Schluss: Seitens der Kulturverwaltung der Landeshauptstadt Schwerin gibt es derzeit intensive Bemühungen, die Ausstellung in den Schweriner Höfen zu erhalten. Der Historische Verein Schwerin unterstützt diese Bemühungen nach Kräften.


    Seit dem 3. Mai 2016 ist die Gemeinschaftsausstellung des Historischen Vereins Schwerin und der "Schweriner Höfe"im Brunnenhof der Schweriner Höfe zu sehen.

    Am Dienstag, dem 21. Juni 2016, konnte bereits der 10.000. Besucher der Ausstellung von Gerd Bockisch, dem Manager der Schweriner Höfe, und dem Kurator Norbert Credé begrüßt werden.

    Ganz besonders Gäste von außerhalb freuen sich über die vielseitigen Informationen, die sie hier zur Geschichte Schwerins erhalten können. Viele taten ihre Meinung im ausliegenden Gästebuch kund, die von den "Likes" jüngerer Gäste bis zu ausführlichen Stellungnahmen reichen. Allen, auch den kritischen Kommentatoren, danken wir für Ihre Meinung. Kommen Sie weiterhin und teilen Sie uns Ihre Ansicht mit.


    Foto Ausstellung

    Die Austellung kurz vor der Eröffnung
    im Mai 2016

    © N. Credé, HVS

    Es ist vollbracht. Die Gemeinschaftsausstellung des Historischen Vereins Schwerin und der "Schweriner Höfe"im Brunnenhof der Schweriner Höfe ist eröffnet.

    Zahlreiche Besucher waren am 02. Mai im Brunnenhof erschienen, als die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin, Angelika Gramkow, die Geschäftsführerin der Eigentümergesellschaft der Schweriner Höfe, Heike Boese, und der Vorsitzende des Historischen Vereins, Norbert Credé, die Ausstellung mit kurzen Ansprachen eröffneten.

    Alle zeigten sich froh darüber, dass in Schwerin 10 Jahre nach der Schließung des Stadtgeschichtsmuseums wieder eine Schau zur Geschichte der Stadt zu sehen ist. Dank des Engagements der Schweriner Höfe und des Historischen Vereins konnte eine interessante Ausstellung mit einem Überblick über die Entwicklung der ehemaligen Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge und Großherzöge von der slawischen Burg "Zuarin" bis in die Gegenwart geschaffen werden.
    Zahlreiche, zum Teil selbst schon historische Modelle der Stadt des Mittelalters, der Frühen Neuzeit bis zum großen Stadtmodell, das seit 1985 zehn Jahre im Schweriner Rathaus stand illustrieren die Entwicklung. Übersichtliche und informative Tafeln stellen die wesentlichen Schritte und Impulse der Stadtentwicklung dar, in der das Schwerin entstand, das die Besucherinnen und Besucher der Stadt heute erleben und das Ihnen in der Ausstellung erklärt wird.

    Die Ausstellung ist während der Geschäftszeiten des Centers "Schweriner Höfe" geöffnet; Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr und Sonnabends 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.


    Die Macher der Ausstellung
    Die Macher der Ausstellung und ihre und Helfer beim Aufbau
    © P. Falow, HVS